Thursday, October 06, 2011

Warum hat Deutschland kein Steve Jobs?

Warum hat Deutschland – das Land, das die MP3-Format entwickelte, die zur Grundlage von iTunes und iPod wurde - kein Steve Jobs?

Die Antwort: Steve Jobs machte weder Kultur noch Politik, sondern Produkte. In Deutschland werden Produkte als leicht schmutzig erachtet – kommerziell, nicht edel, wie Politik oder Kultur. Das ist der Grund, warum Deutschland immer ein wenig hinter Amerika (und Japan) bleibt: Die besten Hirne des Landes konzentrieren sich darauf, in Cafes rumzusitzen und Sprüche von sich zu geben, statt einen cooleren Computer zu entwickeln.

Dabei üben Produkte mehr kulturellen Einfluss auf unser Leben auf als jeder neue „Jahrhundertfaust“ in der Volksbühne.

Hier, während wir alle um einen Mann trauern, der die Probleme der Welt weder löste noch lösen wollte, sondern nur schickere Computer designen, was zum Lesen aus „Planet Germany“:

Produkte haben zwar auf beiden Seiten des Atlantiks praktisch genau die gleiche Bedeutung im Alltagsleben, doch hier- zulande werden sie nicht gefeiert. Ein Produkt zu ehren, auf ein Podest zu heben, ein kulturelles Werk nach ihm zu nennen – das wäre unter deutschem Niveau.

Warum wohl gibt es keinen deutschen Humphrey Bogart? Weil der Deutsche zwar raucht wie ein Schlot, die Zigarette selbst würde er jedoch nie in Szene setzen. Warum kann es nie einen deutschen Matrix geben? Weil ein deutscher Schauspieler zwar eine Sonnenbril- le tragen, aber sich nie von ihr die Schau stehlen lassen könnte. Kitschige Filme über friedliche Indianer oder Verbrecher im Londoner Nebel, ja. Klamauk mit Peter Alexander oder Heinz Erhardt, kein Problem. Eine Zeichentrickreihe über einen Motorrad fahrenden Säufer, der sich regelmäßig über- gibt? Klar doch. Aber ein lebendiges Auto? Verzeihung, wir sind eine Kulturnation.

Wir Amerikaner finden in Produkten Sinn. Wenn Bruce Springsteen in seinem verzweifelten Liebeslied Thunder Road seine ganze »Erlösung« von seinem Auto abhängig macht, meint er das ernst:

All the redemption I can offer, girl, is beneath this dirty hood. (Nur eine Erlösung habe ich zu bieten, Mädel, und die steckt unter dieser verdreckten Motorhaube.)

Die Deutschen akzeptieren zwar Bier, Brezeln und Bratwurst als nationale Symbole, doch nie würden sie à la Springsteen singen:

„Nur eine Erlösung habe ich zu bieten, Mädel, und die steckt in diesem leckeren Sieben-Minuten Pils.“

Wir können nichts dafür: Wir lieben Produkte einfach. Wir lieben es, wie sie verpackt sind, wie sie aussehen und was sie im Unterschied zu konkurrierenden Produkten alles können. Wir ahnen, wie viel irgendwer hineininvestiert hat, wir be- wundern, wie phantasievoll es vermarktet wurde, und hoffen, jemand ist damit reich geworden. Die Spartaner liebten den Krieg, die Phönizier liebten den Handel, wir lieben Produkte.

Ein Großteil unserer starken Wirtschaft verdanken wir eben dieser Tradition der Produktverehrung. Für uns sind Erfinder keine Tüftler oder Spinner, sondern gesegnete Menschen, beflügelt vom göttlichen Funken der Inspiration. Er- finden ist für uns ein kreativer Prozess. Der Erfinder in seiner Garage hat bei uns den gleichen Rang wie hier der Arme Poet in seiner Dachkammer in dem Gemälde von Spitzweg. Es gibt keinen Amerikaner, der nicht gerne die Post-Its, den Reißverschluss oder gar die Sicherheitsnadel erfunden hätte. Unsere Popkultur ist voller kleiner Liebeserklärungen an den Erfinder, von Daniel Düsentrieb bis hin zur Zurück in die Zukunft-Filmreihe.

Benjamin Franklin war einer unserer wichtigsten Gründungsväter. Er hat die Franzosen dazu überredet, uns im Krieg gegen England zu unterstützen, und ohne sie hätten wir vermutlich nicht gewonnen. Doch wen kümmert das? Ich gähne schon, während ich diese Zeilen schreibe. Wenn das Gespräch auf Benjamin Franklin kommt, wollen wir wissen, wie er die Elektrizität zähmte und den Blitzableiter erfand. Wir wollen die Geschichte hören, wie er, als seine Augen schlechter wurden, die bifokale Brille erfand. Oder wie er, zu einer Zeit, als man die Häuser noch mit offenen Kaminen heizte, die viel Holz verbrauchten, den äußerst effizienten eisernen Franklin-Ofen baute. Als Postmaster organisierte er noch dazu die Postlogistik zwischen den Kolonien, er etablierte die erste Feuerwehr, die erste Feuerversicherung und erfand noch vieles mehr. In der Zeichentrickserie Futurama ist die stolzeste Erfindung des verrückten Professor Farnsworth ein langer Stab, mit dem man den Fernseher vom Sessel aus bedienen kann. Dieser Witz ist eine kleine Hommage an Benjamin Franklin. Eine seiner letzten Erfindungen war ein Stab mit einem beweglichen Griff am Ende, damit er Bücher aus hohen Regalen holen konnte, ohne im Alter noch auf die Leiter steigen zu müssen. Der Tod hat es gerade noch geschafft, ihn zu holen, bevor er das Geheimnis der Unsterblichkeit entschlüsseln konnte.

Der ultimative amerikanische Erfinder Thomas Alva Edison, auch »Zauberer von Menlo Park« genannt, hat 1093 Patente angemeldet: unter anderem ein Mikrophon, das man für Telefone einsetzen kann, den Phonograph, den 35-mm- Film, den Börsenkursanzeiger und, am allerwichtigsten, eine vermarktungsfähige Glühlampe. Nicht die Glühbirne selbst geht auf ihn zurück, sondern dieses ganz einfache Gewinde, mit dem selbst ein Kind sie in die Lampe schrauben konnte. Erst dadurch war sie serienreif und elektrisches Licht kam in jedes Haus. Ein paar Tage nach seinem Tod wurden zu seinen Ehren eine Minute lang alle Glühlampen in den USA gedimmt. Noch heute feiern wir den National Inventor’s Day an seinem Geburtstag.

Diese Menschen waren mehr als Erfinder. Sie waren Stars. Sie genossen eine gesellschaftliche Stellung, die ihnen erlaubte, die amerikanische Mentalität mitzuprägen. Sie waren Gesandte einer Erfinderphilosophie. Franklins Weisheiten werden seit Generationen bis zum Überdruss von amerikanischen Vätern wiederholt und von amerikanischen Söhnen gehasst: »Früh ins Bett und früh heraus macht dich gesund, reich und schlau.« Edisons Sprüche klingen noch nach in den Reden unserer Präsidenten: »Genie ist ein Prozent Inspiration und neunundneunzig Prozent Transpiration.« Wenn der Name Thomas Alva Edison erklingt, hören wir tief in uns eine leise Stimme, die uns zuflüstert: So soll ein Amerikaner sein.

… in Deutschland herrscht ein heimliches Verbot, Produkte und Erfinder auf ein Podest zu heben. Unser National Inventor’s Hall of Fame nennt 221 Erfinder, und jedes Jahr kommen neue hinzu. Die Erfindergalerie des Deutschen Patent- und Markenamtes nennt 17 Namen, und eine Erweiterung der Website ist nicht in Sicht. Wenn ich auf Amazon.de den Namen »Gottlieb Daimler« eintippe, bekomme ich 19 Buchtitel. Der Name »Henry Ford« bei Amazon.com bringt 791 Treffer und dazu den Verweis, dass weitere 23936 Titel über Thomas Edison zur Auswahl stehen. Als Amerikaner kann ich so was nur »neurotische Verdrängung der eigenen Konsumkultur« nennen und warnend darauf hinweisen, dass die Deutschen einen Preis dafür zahlen. Junge Menschen hierzulande, die ein Talent zum Erfinden oder Entwickeln von Produkten hätten, bekommen die deutliche Botschaft vermittelt: Produkte sind eure Liebe nicht wert.

Der neue DeutschCult: Grund zum Feiern


Das war wieder ein Fest!

Jedes Jahr am 3. Oktober füllt sich mein Herz mit Wärme, wenn ich mit ansehe, wie die Menschen hier in Deutschland mit Bannern, Trompeten und Blumen ausgelassen jubelnd auf die Straße gehen, um ihre geliebte Wiedervereinigung zu feiern. Es gibt nichts Schöneres, als jedes Jahr wieder den Tag zu feiern, an dem alle Träume der Deutschen endlich erfüllt wurden – und welcher Deutsche nimmt nicht die Gelegenheit wahr, an diesem Tag seine Freude laut und klar hinauszupreisen: Ja, wir sind dankbar! Ja, wir freuen uns! Ja, wir sind stolz, wieder ein Volk zu sein! Und ja, das lange Wochenende habe ich wirklich gebraucht!

Doch der denkende Mensch fragt sich dabei: Wird dies der letzte Höhepunkt der deutschen Geschichte sein? Hält die Zukunft noch weitere Tage zum Feiern für die Deutschen bereit?

Die Antwort ist schlicht und einfach: Ja.

Denn laut einer wissenschaftlich ausgearbeiteten Methode der Zukunftsdeutung – unter Berücksichtigung von historischer Analyse, futurologischer Hochrechnung und Kaffeesatzdeutung mit fair gehandelten Hochlandbohnen – kann ich schon jetzt zur Freude aller die wichtigsten deutschen Feiertage, die in den nächsten 100 Jahren dazukommen werden, bekannt geben:

23. Oktober, „Der Tag der volksmusikalischen Befreiung“. Seit diesem Tag ist das Hören oder Verbreiten von Volksmusik in Deutschland verboten, ebenso das Tragen von Abzeichen, die an den Gesamtbauchumfang der Kastelruther Spatzen erinnern, es sei denn, zu Bildungszwecken. Der Tag wird ausgerufen nach einem spontanen Aufstand des Volkes in 34 deutschen Städten ...

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Saturday, October 01, 2011

Sarah Palin, Medienstar am Sinken?


Sarah Palins vielen Feinde haben sich gut gerüstet für den Kampf uns Weisse Haus. Sie hatten vier Jahre, um sich vorzubereiten, und nun ist es so weit:

Vor einer Woche ist ein Buch über sie erschienen in den nächsten Tagen kommt ein Doku.

Das Doku hisst „You Betcha“ (es bedeutet na klar und ist eine ihrer nervigen volkstümlichen Sprüche) ist vom Briten Nick Bloomfield (der auch „Kurt und Courtney“ gedreht hat) und wandelt auf den Spuren von Michael Moore: Er fährt nach Alaska, wird immer abserviert, rutscht im Schnee aus, tut ahnungslos, versucht, Sarah Palin bim Klopfen von dummen Spruechen zu erwischen, etc.

Hier der Trailer.

Das Buch, von Joe McGinniss, der zu Recherchenzweck bim Nachbarhaus von Palin in Alaska eingezogen ist, heisst „The Rogue“ („Die Gesetzlose“) (hier auf Amazon.com) und erzählt alles, was wir über sie hören wollen: Sie ist Koksnutzerin wenn nicht gar Koks abhängig, hat eine Affäre mit einem Basketball-Star und mit dem Geschäftspartner ihres Mannes hinter sich, und mehr... naja, viel mehr nicht, aber immerhin ist der Koks nicht wenig. Hier eine gute Kritik in der New York Times

Bis jetzt hat das Buch irgendwie niemanden vom Hocker gerissen. Ich weiss nicht, warum. Ihre vielen Feinde sollten sich darüber freuen, aber vielleicht kommt das Buch ein paar Monate zu spät: Keiner glaubt mehr, dass sie in den Wahlkampf einsteigt, und sie ist langweilig geworden.

Schade, der Mann hat wirklich einiges in sein Buch investiert. 

Thursday, September 29, 2011

Das echte Amerika

Amerika ist nicht Hollywood - nicht bei weitem. Während Hollywood eine Art Fantasieland Amerika ist, leben die echten Amerikaner irgendwo anders - zum Beispiel in Oklahoma.

Irgendein Klugscheißer - allerdings ein sehr witziger Klugscheisser - hat Hollywood-Gesichter auf den Körpern von echten Amerikanern aus Oklahoma gephotoshoppt, um zu zeigen, wie Hollywoodstars und andere Promis ("celebrities") aussehen würden, wenn sie echte Amerikaner wären.

Hier eine Auswahl:

Tom Cruise:
 Sharon Stone:
 Sarah Jessica Parker:
 Pamela Anderson:
 John Travolta:
 Johnny Depp:
 Jennifer Aniston:
 Die Beckhams:

Alle Bilder hier.

Tuesday, September 27, 2011

Kann Satire rassistisch sein?


Bizarre Aktion einer Gruppe junger Republikaner auf dem Campus von Berkeley in Kalifornien:
Sie gaben eine geplante „Bake Sale“ bekannt - den Verkauf von Kuchen, Cupcakes und anderen selbst gebackenen Leckereien – auf dem Campus, wobei sich die Preise der Süßigkeiten je nach Rasse des Käufers sich variieren würden:

$ 2 für Weisse
$ 1,50 für Asiaten
$ 1 für Latinos
$ 0,75 für Schwarze
$ 0,25 für Indianer
und ein $ 0,25 Rabatt für Frauen.

Es war Satire natürlich und als solche ist sie gelungen: Alle sind empört, alle reden darüber. (Hier die Story in der New York Times.) Es ist so sehr gelungen, dass diejenigen, die es veranstaltet haben, jetzt Angst haben und sich auch teilweise schämen. Dennoch wird die geplant Aktion scheinbar veranstaltet.

Es geht um „Affirmative Action“. Das ist eine Ansammlung von Gesetzen, die seit den 70ern dazu da sind, Minderheiten eine Chance zu geben, die sonst nur Weisse haben. Speziell wird in Kalifornien darüber diskutiert, ob die Zulassungspolitik an Universitäten geändert werden sollen, damit Minderheiten mit weniger gute Notendurchschnitt angenommen werden, nur damit es mehr Minderheiten auf dem Campus gibt.

Darum ging es in der Protestaktion der jungen Konservativen auf dem äußerst Minderheitenfreundlich, sehr linken Campus von Berkley.

Auf einer Weise haben sie auch Recht damit: Das ist schon eine Art der Diskriminierung („reverse discrimination“), weil Weisse, die sich angestrengt haben und gute Noten haben, benachteiligt werden zugunsten von Minderheiten, die weniger geleistet haben, nur aufgrund ihrer Hautfarbe. Das stinkt vielen weissen Konservativen.

Das ist aber Theorie. In Praxis geht „affirmative action“ nicht darum, Diskriminierung zu bekämpfen, sondern darum, Armut zu mindern:

Armut wird zu einem erheblichen Teil mit Rasse verbunden, und mit Bildung. Minderheiten kommen oft in eine Spirale, dass sie arm geboren werden und daher in die schlechten Schulen kommen und daher weniger gebildet werden und daher arm bleiben. „Affirmative action“ ist sicher eine Art „reverse discrimination“, man nimmt dies aber in Kauf, um Armut zu bekämpfen.

Nun die quälende Frage: Was hat Vorrang? Das theoretische Prinzip, „Diskriminierung jeder Art ist unmoralisch“, oder die praktische Überlegung, „Wie bekämpfe ich Armut?“

Meine Frage als Satiriker ist: Kann man die Leute für ihre satirische Fähigkeiten bewundern auch wenn man nicht mit ihrer Politik übereinstimmt?   

Sunday, September 25, 2011

Ist Reality-TV subversiv?


Ich muss gestehen, ich mag Reality-TV. 

Ich finde zum Beispiel Dieter Bohlen viel ehrlicher als Thomas Gottschalk.

Beide zeigen Freaks, doch während Bohlen zugibt, dass er Entertainment macht und sich auch nicht dafür entschuldigt, läuft „Wetten dass...?“ in einem Staatssender mit Kulturauftrag. Dazu kommt, dass „Wetten dass...?“ eine Werbeveranstaltung ist: die eingeladenen Promis machen ja Werbung für ihre neuesten Produkte, und die ZDF stellt sich da gern zu Verfügung. Bohlens' Shows sind da weniger verlogen.

Nun wurde eine sehr beleibte Casting-Show unter Protest in China abgesetzt, und man vermutet, dass es vor allem um eins geht: Die Zuschauer mussten in der Show wählen. Sie mussten genauso wie in DSDS ihre Stimme abgeben und ihren Lieblingsstar wählen. Das war der chinesischen Obrigkeit wohl zu viel Demokratie – man konnte sich ja daran gewöhnen.

Hier die Story in The Economist.

Das gefiel mir – oft kommt Änderung durch platte, unscheinbare Dinge und ich kann mit gut vorstellen, dass Reality-TV mehr Einfluss auf uns allen hat, als man vermutet.

Noch ein Beispiel: Man misst ja immer wieder die IQ der Menschen überall auf der Welt und Jahr fuer Jahr steigert sich das IQ und fast allen Ländern der Welt. Es hat etwas mit dem Fernsehen und mit den Medien zu tun: Man lernt da anders denken, die Dinge, die man sieht, anders kategorisieren, anders einschätzen, man sieht viel mehr Möglichkeiten als wenn man nur den ganzen Tag auf dem Feld arbeiten würde.

Ich sprach mal mit einem Wissenschaftler darüber und er sagte, man hätte das auch in armen Gegenden in Brasilien gemacht, wo man wenig Schule hat, aber verrückt nach diesen dummen Telenovellas ist. Erstaunlicherweise hat man festgestellt, dass die allgemeine IQ nach Einführung der Telenovellas gestiegen ist.

Auch in Deutschland hat sich seit Einführung der Reality-TV einiges geändert. Ich weiss noch, wie ich in den 80igern zum ersten Mal eine „asoziale“ Familie kennen lernte. Ich hatte gedacht, sowas gibt es nicht in Deutschland. Dann kam Privatfernsehen mit Tutti Frutti und dann bald darauf die Nachmittags-Talkshows mit den ganzen ledigen Muettern die den Vater ihrer Kinder suchen, usw., und ich dachte: „Ah, deswegen hatte ich den Eindruck, sowas gibt es in Deutschland nicht: Das Staatsfernsehen hat sie vom Publikum ferngehalten.“

Erst mit Reality-TV hat man gesehen, dass auch Deutschland eine starke „Unterschicht“ hat. Das ist ein grosser Dienst an die Deutschen und hat Deutschland auch geändert.

Thursday, September 22, 2011

Jedes Land bekommt die Politiker, die es verdient

Gerade habe ich eine interessante Studie über das Verhalten des amerikanischen Wählers gesehen:

Einerseits werden Politiker der Demokraten, in deren Amtszeit staatliche Ausgaben sowie Steuer erhöht werden, oft wieder gewählt;

andererseits werden Politiker der Republikaner, in deren Amtszeit das gleiche passiert, nicht wieder gewählt werden.

Es scheint also, dass amerikanischen Wähler ganz klare Vorstellungen davon haben, wie die Politiker der jeweiligen Partei jeweils handeln sollen. Wenn das stimmt, dann kann man den Republikanern die Schuld für die gegenwärtige Misere in Washington nicht geben – sie tun nur das, was die Wähler erwarten.