Tuesday, April 07, 2009

Learning from India


It's time for us to admit it: India is a world power. Smaller still than the US, but bigger than Germany, and people are getting more and more familiar with its culture(s).

So it's time to start learning Indian. My suggestion is to start with "Jugaad." It's a good word. I read it for the first time in an interview with Vikas Swarup, the Indian diplomat and author of "Q&A", the novel on which "Slumdog Millionaire" is based. He describes the word thus:

"Jugaad means to get the job done, somehow or other. It’s really the spirit of India. My phone recently had water damage and I gave it to the Nokia dealer. He said, “No can do. Can’t be fixed. Just buy a new phone.” If that had happened in India, some local guy in a little shop would have cloned an old Samsung or Motorola or whatever, and five minutes later, “Here you are Mr. Swarup, it works!” They would never say it cannot be done. Jugaad is the spirit of whatever-it-takes. That’s India. And that’s the spirit of those kids."

(Complete interview here.)

Learn this word and use it. You need it.

Monday, April 06, 2009

Warum ich kein Intellektuelle bin


Es gab eine Zeit, als ich Intellektuelle noch mochte. Diese Zeit endete schnell, als ich nach Europa kam und welche kennenlernte.

Es dauerte eine Weile, bis ich ihre Sprache verstand,doch als ich endlich dahinter kam, was sie sagten, war ich enttaeuscht: Da war nicht viel. Ihre Themen waren kleinlich, gruppenspeziell und insgesamt irrelevant; ihre Meinungen waren klischee - es gibt heute kaum eine Meinung, die ich nicht schon in den 80ern hoerte, und auch damals waren sie nicht neu. Ich fand sie formverliebt und inhaltsleer, gesellschaftlich anbiedernd und erfindungsarm, und noch was:

Es waren die gleichen Intellektuellen, die in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts die beiden Zwillingskatastrophen Faschismus und Kommunismus foerderten - zum Teil durch aktive Hilfe, zum Teil durch Nichtstun, immer durch eine Parteilichkeit, die von Trends bestimmt war und nicht vom unabhängigem Nachdenken und Hinterfragen.

Ich sage das alles, weil es diese Woche ein schoener Essay in der NYT erschienen ist ueber C.P. Snow und seine alte Theorie von der Spaltung der "zwei Kulturen" - Wissenschaft und Literatur (Artikel hier). Man kann auch sagen, zwischen Wissenschaft und Kultur insgesamt. Und er hatte recht. Während Wissenschaft relevant und modern bleibt und fuer unsere Gesellschaft lebenswichtig, bleibt die Kultur heute genauso, wie sie im 18. Jahrhundert war, als sie erfunden wurde: ein Statussymbol fuer die gebildeten Schichten. Das gilt für Kunst, die nur Reiche kaufen und Museen kaufen (und verstehen) und das gilt für Literatr, die keine Relevanz zum Leben hat und nichts Neues sagt, aber das in einer schönen Sprache (die nur den gebildeten und reichen Schichten zugaenglich ist).

Vor einigen Monaten ist Michael Crichton gestorben, und ich habe mich sehr ueber den eingebildeten Nachruf von Charles McGrath in der NYT geargert: Dort wurde immer wieder hervorgehoben, dass Crichton nicht gerade ein Literat war. Das wussten wir ale schon, aber was nicht gesagt wurde, ist seine Verdienste:

Er hatte den Mut und das harterworbene Wissen, einem normalen Publikum wissenschaftliche und politische Neuentwicklungen beizubringen, an die sich sonst kein Literat sich traute. Während die grossen Schöngeistigen Autoren sich immer noch mit ihrer Kindheit in "dysfunctional families" beschaeftigten und sich über den Zerfall der Werte (des 18. Jahrhunderts) aufregten, kam einer daher, erforschte die wirkliche Welt, und brachte sie uns bei.

Das ist Literatur wie sie heute sein soll: Relevant, modern und zugänglich. Alles andere ist eingebildet, faul und feige.

Friday, April 03, 2009

Deutsche Sprache Verwirrende Sprache


Die Deutschen sind irgendwie stolz darauf, dass sie eine klare, logische Sprache haben. Sie sind immer verwirrt über die Vielzahl von Möglichen im Englischen, ein Wort auszusprechen und meinen, "Das ist auf Deutsch anders."

Ich finde aber Deutsch unnötig verwirrend.

Letztens ging ich mit einem Freund spazieren und er sprach vom "nächsten Samstag."

Ich dachte, ich wusste was er mit "nächsten Samstag" meinte, doch dann fragte ich mich: "Warum sagt er 'nächsten' Samstag und nicht einfach 'Samstag'? Gibt es ein Unterschied?"

"Das ist genau das gleiche", sagte er. "Mit 'nächsten Samstag' meine ich 'kommenden Samstag.'"

Das machte mich kirre. "Meinst du mit 'kommenden Samstag' einfach 'Samstag' oder ein anderer 'Samstag'?"

Das war ihm zu viel. "Wenn ich 'kommenden Samstag' sage, dann meine ich 'kommenden Samstag', und wenn ich 'nächsten Samstag' sage, dann meine ich nächsten Samstag', und wenn ich 'Samstag ' sage, dann meine ich 'Samstag.'"

Ich versprach, beim nächsten Mal genauer auf seinen Wortlaut hinzuhören. Aber bevor wir uns am darauf folgenden Samstag trafen, rief ich ihn an und erkündigte mich diskret, ob ich auf den richtigen Tag hatte.

Thursday, April 02, 2009

Finally, Germany is doing something

Finally, Germany is doing what it's supposed to be doing.

Merkel has joined Sarkozy at the G20 in an effort to force the US and everyone else into accepting stricter regulations of the international monetary market.

The Germans know how to regulate markets - they are very conservative and generally afraid of everything that moves, so they make good regulators. Americans are too enamored by the promise of riches to regulate anything, with the argument that regulations hinder growth.

Both sides are right, or course, but up to now Merkel has been so passive internationally (Germany, the biggest economic power in Europe, has been passive since Kohl left office), but the whole point of opposing point of views is for them to meet halfway and for each side to keep the other side from going too far.

It's the American system of checks and balances on an international level, but it only works if a country like Germany does it's checking and balancing part.

It surprised me that Merkel is really standing up to Obama - or to anyone. In the end, a compromise will be reached, I just hope she sticks to her guns enough so that it's a good compromise.

(Maybe she will have to give into the Americans on the stimulus issue a little bit, but I see no problem with Merkel coming down off her high horse and spending a little more on stimulus packages - Germany has the money to burn, she is just worried about the next election. She is afraid of doing what Kohl had the guts to do - he just went in, swallowed up East Germany and was willing to take a lot of crap when the Germans finally figured out it wasn't going to be for free. But he had the guts to take the crap in the first place, and now Germany is a unified country. Now it's Merkel's turn to make a tough decision and take some crap, including maybe losing the next election.)