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Showing posts from 2011

Warum hat Deutschland kein Steve Jobs?

Warum hat Deutschland – das Land, das die MP3-Format entwickelte, die zur Grundlage von iTunes und iPod wurde - kein Steve Jobs?

Die Antwort: Steve Jobs machte weder Kultur noch Politik, sondern Produkte. In Deutschland werden Produkte als leicht schmutzig erachtet – kommerziell, nicht edel, wie Politik oder Kultur. Das ist der Grund, warum Deutschland immer ein wenig hinter Amerika (und Japan) bleibt: Die besten Hirne des Landes konzentrieren sich darauf, in Cafes rumzusitzen und Sprüche von sich zu geben, statt einen cooleren Computer zu entwickeln.

Dabei üben Produkte mehr kulturellen Einfluss auf unser Leben auf als jeder neue „Jahrhundertfaust“ in der Volksbühne.

Hier, während wir alle um einen Mann trauern, der die Probleme der Welt weder löste noch lösen wollte, sondern nur schickere Computer designen, was zum Lesen aus „Planet Germany“:

Produkte haben zwar auf beiden Seiten des Atlantiks praktisch genau die gleiche Bedeutung im Alltagsleben, doch hier- zulande werden sie nic…

Der neue DeutschCult: Grund zum Feiern

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Das war wieder ein Fest!

Jedes Jahr am 3. Oktober füllt sich mein Herz mit Wärme, wenn ich mit ansehe, wie die Menschen hier in Deutschland mit Bannern, Trompeten und Blumen ausgelassen jubelnd auf die Straße gehen, um ihre geliebte Wiedervereinigung zu feiern. Es gibt nichts Schöneres, als jedes Jahr wieder den Tag zu feiern, an dem alle Träume der Deutschen endlich erfüllt wurden – und welcher Deutsche nimmt nicht die Gelegenheit wahr, an diesem Tag seine Freude laut und klar hinauszupreisen: Ja, wir sind dankbar! Ja, wir freuen uns! Ja, wir sind stolz, wieder ein Volk zu sein! Und ja, das lange Wochenende habe ich wirklich gebraucht!

Doch der denkende Mensch fragt sich dabei: Wird dies der letzte Höhepunkt der deutschen Geschichte sein? Hält die Zukunft noch weitere Tage zum Feiern für die Deutschen bereit?

Die Antwort ist schlicht und einfach: Ja.

Denn laut einer wissenschaftlich ausgearbeiteten Methode der Zukunftsdeutung – unter Berücksichtigung von historischer Analyse, futuro…

Sarah Palin, Medienstar am Sinken?

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Sarah Palins vielen Feinde haben sich gut gerüstet für den Kampf uns Weisse Haus. Sie hatten vier Jahre, um sich vorzubereiten, und nun ist es so weit:
Vor einer Woche ist ein Buch über sie erschienen in den nächsten Tagen kommt ein Doku.
Das Doku hisst „You Betcha“ (es bedeutet na klar und ist eine ihrer nervigen volkstümlichen Sprüche) ist vom Briten Nick Bloomfield (der auch „Kurt und Courtney“ gedreht hat) und wandelt auf den Spuren von Michael Moore: Er fährt nach Alaska, wird immer abserviert, rutscht im Schnee aus, tut ahnungslos, versucht, Sarah Palin bim Klopfen von dummen Spruechen zu erwischen, etc.
Hier der Trailer.
Das Buch, von Joe McGinniss, der zu Recherchenzweck bim Nachbarhaus von Palin in Alaska eingezogen ist, heisst „The Rogue“ („Die Gesetzlose“) (hier auf Amazon.com) und erzählt alles, was wir über sie hören wollen: Sie ist Koksnutzerin wenn nicht gar Koks abhängig, hat eine Affäre mit einem Basketball-Star und mit dem Geschäftspartner ihres Mannes hinter …

Das echte Amerika

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Amerika ist nicht Hollywood - nicht bei weitem. Während Hollywood eine Art Fantasieland Amerika ist, leben die echten Amerikaner irgendwo anders - zum Beispiel in Oklahoma.

Irgendein Klugscheißer - allerdings ein sehr witziger Klugscheisser - hat Hollywood-Gesichter auf den Körpern von echten Amerikanern aus Oklahoma gephotoshoppt, um zu zeigen, wie Hollywoodstars und andere Promis ("celebrities") aussehen würden, wenn sie echte Amerikaner wären.

Hier eine Auswahl:

Tom Cruise:
 Sharon Stone:
 Sarah Jessica Parker:
 Pamela Anderson:
 John Travolta:
 Johnny Depp:
 Jennifer Aniston:
 Die Beckhams:

Alle Bilder hier.

Kann Satire rassistisch sein?

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Bizarre Aktion einer Gruppe junger Republikaner auf dem Campus von Berkeley in Kalifornien: Sie gaben eine geplante „Bake Sale“ bekannt - den Verkauf von Kuchen, Cupcakes und anderen selbst gebackenen Leckereien – auf dem Campus, wobei sich die Preise der Süßigkeiten je nach Rasse des Käufers sich variieren würden:
$ 2 für Weisse $ 1,50 für Asiaten $ 1 für Latinos $ 0,75 für Schwarze $ 0,25 für Indianer und ein $ 0,25 Rabatt für Frauen.
Es war Satire natürlich und als solche ist sie gelungen: Alle sind empört, alle reden darüber. (Hier die Story in der New York Times.) Es ist so sehr gelungen, dass diejenigen, die es veranstaltet haben, jetzt Angst haben und sich auch teilweise schämen. Dennoch wird die geplant Aktion scheinbar veranstaltet.
Es geht um „Affirmative Action“. Das ist eine Ansammlung von Gesetzen, die seit den 70ern dazu da sind, Minderheiten eine Chance zu geben, die sonst nur Weisse haben. Speziell wird in Kalifornien darüber diskutiert, ob die Zulassungspolitik…

Ist Reality-TV subversiv?

Ich muss gestehen, ich mag Reality-TV. 
Ich finde zum Beispiel Dieter Bohlen viel ehrlicher als Thomas Gottschalk.
Beide zeigen Freaks, doch während Bohlen zugibt, dass er Entertainment macht und sich auch nicht dafür entschuldigt, läuft „Wetten dass...?“ in einem Staatssender mit Kulturauftrag. Dazu kommt, dass „Wetten dass...?“ eine Werbeveranstaltung ist: die eingeladenen Promis machen ja Werbung für ihre neuesten Produkte, und die ZDF stellt sich da gern zu Verfügung. Bohlens' Shows sind da weniger verlogen.
Nun wurde eine sehr beleibte Casting-Show unter Protest in China abgesetzt, und man vermutet, dass es vor allem um eins geht: Die Zuschauer mussten in der Show wählen. Sie mussten genauso wie in DSDS ihre Stimme abgeben und ihren Lieblingsstar wählen. Das war der chinesischen Obrigkeit wohl zu viel Demokratie – man konnte sich ja daran gewöhnen.
Hier die Story in The Economist.
Das gefiel mir – oft kommt Änderung durch platte, unscheinbare Dinge und ich kann mit gu…

Jedes Land bekommt die Politiker, die es verdient

Gerade habe ich eine interessante Studie über das Verhalten des amerikanischen Wählers gesehen:

Einerseits werden Politiker der Demokraten, in deren Amtszeit staatliche Ausgaben sowie Steuer erhöht werden, oft wieder gewählt;

andererseits werden Politiker der Republikaner, in deren Amtszeit das gleiche passiert, nicht wieder gewählt werden.

Es scheint also, dass amerikanischen Wähler ganz klare Vorstellungen davon haben, wie die Politiker der jeweiligen Partei jeweils handeln sollen. Wenn das stimmt, dann kann man den Republikanern die Schuld für die gegenwärtige Misere in Washington nicht geben – sie tun nur das, was die Wähler erwarten.

Ein uralter Ritual

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Ein Amerikaner kennt das – das uralte Ritual des “weak president/strong president”.

So funktioniert es:

Ein Kandidat erklärt im Wahlkampf seinen Wählern, das Problem mit Washington sei, dass jede Partei nur auf die eigene Vorteile schielt und nicht zusammen für das gemeinsame Wohl arbeitet. Washington muss seine Polarisierung überwinden, die verschiedenen Faktionen sollen ihre Arme zu einander ausstrecken – über den Gang hinweg, den sie trennt: “accross the aisle.”

Meist ist das ein Demokrat, der das sagt, aber nicht immer. Obama hat es gesagt, auch Reagan. Beide haben es auch erstaunlicherweise ernstgenommen (Bush hat es zum Beispiel nie ernst genommen).

Dann kommt das rüde Erwachen: Keiner hat die leistete Absicht, “über den Gang” hinweg zusammenzuarbeiten. Es sind ja Politiker, ja, was glauben Sie denn? Das ist mit Obama passiert (aber nicht mit Reagan – er konnte wunderlicherweise gut mit den Demokraten umgehen; er war ein Ausnahmetalent).

Man hat anfangs von Obama geglaubt, er k…

Celebrating Nuts

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Jedes Jahr feiert das Guinness Buch der Weltrekorde Menschen, die Außergewöhnliches leisten...  in Wahrheit ist es natürlich eine gut gelaunte Freak Show, irgendwo zwischen X-Faktor und Wetten Dass...?, aber ich mag es.

Ich mag es, weil es schön ist, ganz normale Menschen die eine Spleen haben mal ins Rampenlicht zu lassen, wo meistens nur irgendwelche aufgeblasene Wichtigtuer sind - wie unsere Politiker und diejenigen, die über sie berichten.

Hier mein persönlicher Best of:

Die längste Zunge!
Die schnellste Heiratskapelle!
Die kürzeste Katze!
Die meisten Hunde, die Seilspringen!
Die groesste Schokoriegel
Die meisten Kühe!

Und zuletzt auch eine Deutsche: Die meisten Plüschpinguine!

Sarah Palin ... klug, links und auch noch hübsch!

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Wer hätte das gedacht? Sarah Palin nicht nur doch intelligent, sondern ... links?
In Amerika wie auch in Europa ist es natürlich Brauch, Sarah Palin als dumm zu verschreien und, wenn man in den Zeitungen über die berichtet, entweder von ihren dummen Fehlern oder von ihrer extrem rechten (also auch dummen) Ideologie.
Also ist es mehr als ungewöhnlich, wenn jemand laut sagt, dass sie doch ein oder zwei gute Ideen hat. Es ist sogar gefährlich – für den Ruf.
Ein New York Times Kolumnist hat es gewagt: Anand Giridharadas hat sich gefragt, was Sarah Palin denn eigentlich sagt, und hat eine Rede von ihr genau angeschaut. Er war überrascht, einige nicht nur intelligente, sondern auch noch ungewöhnlich linke Ideen da zu finden.
Palin hat nicht nur die linken Demokraten durch den Kakao gezogen, sondern auch die Republikaner – ihre Kritik galt nicht nur linke Ideen, sondern „Profi-Politiker“ insgesamt. Diese stecken mit der Wirtschaft unter einer Decke, sind Sklaven der Lobbyisten und berei…

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Ziegenhoden für das Volk!

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Einer der größten Quacksalber in der langen und ehrwürdigen Geschichte amerikanischer Betrüger war John R. Brinkley (1885 - 1942).

Nachdem er sein Medizinstudium nicht zu Ende machten durfte, dachte er sich: "Jetzt komme ich erst jetzt ganz gross raus". Er verband wilde, bizarre anti-medizinische Behauptungen mit einer perfekten PR-Kampagne: Er hatte seinen eigene Radioshow, in der er medizinischen Rat verteilte, den er in dem Moment erfand, als leidende Menschen anriefen. Dies expandierte er auch noch, bis er eine eigenen Sender hatte und so beliebt wurde, dass er für das Amt des Gouverneurs kandidieren konnte - er hat zwar nicht gewonnen, aber es war knapp.

Medizinisch war sein Größter Coup die Heilung von impotenten Männern, von denen es scheinbar eine Menge in Kansas gab. Seine bahnbrechende Methode? Er nähte Ziegenbockhoden in den Hodensack des Mannes ein, der ab sofort selbst wahrhaftig zum geilen Bock wurde.

 Medizinisch war der Eingriff gar nicht so gefährlich - e…

Die Todesstrafe als Klassenkampf?

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Spiegel-Online hat einen wie üblich schockierenden Bericht über Präsidentschaftskandidat Rick Perry veröffentlicht, der eine Anekdote wiedergibt: Perry sei in einem live-Interview gefragt worden, warum er denn auf die Todesstrafe stehe. Seine Antwort: „Weil Amerikaner wissen, was Gerechtigkeit ist.“ Im Saal wurde gejubelt.

 Die meisten Deutschen würden darauf nur sagen: Das sind alles Barbaren, die Amis. Und viele Amis würden es auch sagen. (Es stimmt übrigens auch, dass ist ab er ein anderes Thema).

Genau dieses Thema – Todesstrafe – recherchiere ich gerade für das neue Buch und immer mehr glaube ich, dass wir alle – Deutsche sowie Amis – etwas grundsätzlich falsch verstanden haben. Es geht bei der Frage „Todesstrafe oder kein Todesstrafe“ nicht nur um Moral – ob es richtig oder falsch ist – sondern um eine Art Klassenkampf ... auf amerikanisch.

 Ich muss zwar die Statistiken noch einmal angucken, aber im Moment sieht es so aus, dass die meisten Menschen, die den Todesstrafe befürwor…

Religion und 9/11

Das Feier zum 10-jährigen Gedenktag von 9/11 in New York steht fest und von den ganzen Leuten die auftreten und was sagen werden, fehlen welche: Die Prediger. Vor allem die Baptisten und Christian Konservatives sind empört, dass keine religiöse Führer eingeladen wurden. Keiner weiss wirklich, warum das so ist - die Entscheidung kommt von Bloomberg selbst. Mindestens offiziell weiss keiner.

In Wahrheit ist es klar: Wenn man christliche Prediger einlädt, muss man auch Führer anderer religiösen Gemeinschaften einladen - einschliesslich Muslimen. Ein Imam, der in Ground Zero 10 Jahre nach 9/11 betet? Das möchte ich sehen.

Story in New York Times here.

RepublicanWatch: Wer ist besser für Deutschland?

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Im Moment sieht es auf der Republican-Seite so aus, dass der nächste Präsidentschaftskandidat entweder Gouverneur Rick Perry aus Texas (der Nachfolger dort von George W. Bush) oder ehemalige Gouverneur Mitt Romney aus Massachusetts sein wird. Das wird sich bis Februar sicher ändern.

Allerdings darf man schon jetzt die Frage stellen: Wenn der nächste Präsident ein Republican sein wird, wer ist besser aus deutscher Sicht: Romney oder Perry? Beide sind Konservativen – Perry steht der Tea Party nahe, auch wenn er nicht direkt drin steckt, und Romney ist Mormone. Beide haben auf gute Haare und einen starken Kinn.

 Trotzdem muss man aus deutscher Sicht Romney bevorzugen.
Zwar ist er ein self-made Millionär, was ihn für Deutsche suspekt macht (im Amerika aber heisst das, er kenne sich in der Wirtschaft aus und genau so jemanden brauchen wir), aber als Gouverneur von Massachusetts hat er schon vor Obama ein Gesundheitsreform mehr oder weniger nach deutschem Vorbild dort eingeführt. Das w…

Der Grund, warum viele Amerikaner die Todesstrafe doch ganz gut finden

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Mississippi ist immer noch Mississippi - dieses Video wurde August von CNN gedreht über eine Gruppe von Teens in Jackson, Mississippi, die fünf Uhr morgens eine Schwarzen anfielen und töteten. Inzwischen scheint es klar, dass sie es getan haben und zwar als "hate crime" also aus Rassismus, und werden dementsprechend angeklagt.

Hier mehr in New York Times.

The Black Widow schlägt wieder zu!

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Fuer diejenigen, die skurrile Wettbewerbe lieben, ist Sonya Thomas ein Phänomen: die koreanisch-Amerikanerin ist Amerikas Nummer 5 Esswettbewerbsiegerin - immer wieder schlägt die kleine Dame gestandenen Männer in Sachen schnell/viel Essen. Nun hat sie es geschafft, in Buffalo 183 Chicen Wings in nur 12 Minuten zu vertilgen. Davor hat sie es geschafft, in diversen Wettbewerben mehr Hotdogs, mehr "bratwursts", mehr Truthahn, mehr Waffeln und mehr Früchtebrote als die männlichen Champions zu verschlingen. (Man nennt sie "schwarze Witwe", weil sie die Männer - Wettbewerbsessen ist traditionell Männersport - Regelmäßig schlägt.)

Man würde vermuten, dass ein Mensch, der so schnell so viel essen kann, fett ist, stimmt aber nicht: Ihr kleiner Wuchs (sie wiegt gerade 45 Kilo) ist ein Vorteil, denn ihr Bauch kann leichter expandieren, weil der Schicht Fett fehlt, der den Bauch in anderen Menschen am Expandieren hindert.

So ein Wettbewerb ist schon merkwürdig, aber nicht un…

Obamawatch: Wie stehen die Aktien?

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Das Feld der republikanischen Kandidaten wird immer klarer. Für die meisten Beobachter geht es im Moment um

- Rick Perry (Gouverneur aus Texas),

- Mitt Romney (ehemaliger Gouverneur aus Massachusetts) und

- Michele Bachmann (Tea Party-Mitglied und Kongressmitglied aus Minnesota).

Dass es unter diesen Dreiern ernst wird sieht man daran, dass sie aufgehört haben, auf Obama einzuhauen und angefangen haben, aufeinander einzudreschen: Warum der jeweils andere niemals in der Lage wäre, die Wahl zu gewinnen, etc.

Dies hört sich schlimm an, ist aber richtig: Denn bis Februar müssen die Republikaner entscheiden, welcher der Kandidaten sie endgültig ins Rennen schicken. Sie wählen natürlich den aus, bei dem sie vermuten, er oder sie hätte die besten Chancen gegen Obama. Das wird Spass machen, denn in den nächsten Monaten werden wir alles zu hören bekommen, was diese Kandidaten jemals im Leben falsch gemacht haben. Ich freue mich rauf.

Allerdings ist Obama im Moment sein schlimmster Feind. L…

Realität ahmt wieder mal Kunst nach

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Wer die geniale Serie "Breaking Bad" nicht kennt, sollte es kennen lernen. Handelt von einem Loser-Chemielehrer, der anfängt, Meth zu kochen und zu verkaufen.

Nun kommt es heraus, dass es das auch tatsächlich gibt - ein real-life-Breaking Bad: Ein Professor in California wird jetzt gesucht, der Meth verkauft und auch noch einer illegalen Motorradgang bevorsteht. Nur in Amerika!

Hier der Artikel in New York times.

Hier Breaking Bad auf YouTube:

Was Amerika gross macht

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Nur in Amerika wird ernsthaft über in grosse Zeitungen über größe Veränderungen im Comic Book-Markt berichtet (hier)... und Comicbooks werden als "Kultur" bezeichnet. Bravo.

Obama in Urlaub

Obama und seine Familie machen Urlaub auf Martha's Vineyard, der Insel fuer Reiche, und was macht der mächtigste Mann der Welt auf einer Insel fuer Reichen im Urlaub? Er liest Krimis natürlich.

The New Yorker hat davon berichtet, welche Bücher er mit ins Urlaub mitgenommen hat, und ganz hoch auf der Liste steht die Krimi-Trilogie „The Bayou Trilogy“ von dem Daniel Woodrell der „Winter's Bone“ geschrieben, hat, das letztes Jahr zu einem sehr guten Film gemacht wurde. Woodward schreibt über den Sçden und oft über White Trash – unseren weissen Asozialen, wenn ich eine deutschen Begriff verwenden darf.

Die ganze Liste und ein paar sarkastische Bemerkungen über die rustikal durchgestylten Buchhandlungen auf Martha's Vineyard hier.

Ich vermisse Sarah Palin schon jetzt

Es war schon ein Schock, als in den republikanischen Testwahlen letzte Woche Sarah Palin nicht dabei war. Die einzige Tea Party-Vertreterin im Kampf um das Präsidentenamt war Michele Bachmann.

Nun sieht es noch schlechter aus für die Tea Party: Sie scheinen – wenn man Umfragen trauen kann - immer mehr an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Nicht, dass sie jemals viel Glaubwürdigkeit besaßen. Sie sind nach wie vor das, was die Deutschen ein „Protestpartei“ sind. Aber laut Umfragen (mehr hier) fanden in April 2010 21% aller Amerikaner die Tea Party gut und 18% schlecht. In diesem Monat, nach dem Kampf um den Staatsetat und nach der Iowa-Testwahl, finden zwar immer noch 20% der Wähler die Tea Party gut, aber 40% finden sie schlecht.

Die Republikaner werden bis Februar entscheiden, welchen Kandidaten sie gegen Obama aufstellen. Da vermute ich stark, dass sie eine Tea Party-Kandidatin, sie sie Palin oder Bachmann, doch nicht haben wollen.

Irgendwie schade. Ich hatte mich schon auf den Zirkus …

Rick Perry's Wort in Gottes Ohr

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Ich warte immer wieder und hoffe immer weiter, dass mein Volk zu Vernunft kommt, und bin immer wieder enttäuscht.

Texas Gouverneur Rick Perry folgt nun in den Fussstapfen von seinem Vorgänger George W. Bush hat bekannt gegeben, dass er für die Republikaner als Präsidentschaftskandidat zu Verfugung steht und hat die Ankündigung mit einem öffentlichen Gebet begleitet, in dem er für die Wirtschaft gebetet hat.

Für die Wirtschaft war das Gebet genauso nützlich wie ein indianischer Regentanz, das ist klar. Was mit unklar bleibt ist, warum es politisch vorteilhaft war: Warum gibt es noch Menschen in den USA die auf solche dumme Streiche hereinfallen?

Es ist schmerzhaft für mich dass es genügend solcher Leute gibt, dass es politischen Sinn macht, so was zu tun. Und auf der Suche nach Erklärungen kann ich mir nur sagen: In Zeiten der Krise, und besonders dann, wenn die Krise unerklärlich und mit normalen Mitteln unüberwindbar scheint, wendet man sich verstärkt übernatürlichen Kräften zu.

Sehnsucht nach Untergang

Was habt ihr Deutschen nur dem „Ende der Welt“?

Freunde von mir diskutieren gerade auf Facebook die weltweite Wirtschaftskrise, die amerikanische Politik des gegenseitigen Ausbremsens und die Randale in London. Fazit: „Das System ist am Wende.“

Jedes Mal, dass etwas Außergewöhnliches passiert, ruft der Spiegel das Ende von irgendwas aus: Das Ende des Kapitalismus, das Ende des amerikanischen Zeitalters, etc. Es ist immer Götterdämmerung in Deutschland. Bei der geringsten Anlass wollen die Deutschland das „System“ verschrotten und ein nagelneues System ausrufen – den sie, wie ein Auto, natürlich am besten bauen können. (Wo die perfekten Systeme der Deutschen hinführen, wissen wir ja schon. Autobauer, bleibt bei euren Autos.)

Es kommt mir vor, dass die Deutschen das Ende der Welt – irgendeinen großen dramatischen Knall, der die Welt von uns nervigen verwirrten systemunfähigen Menschen ein für allemal säubert.

Wie Goldfischen mit einem Gedächtnis von etwa drei Minuten vergessen sie, …

Kill Mission mit Herz

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Neu auf DeutschCult!

Noch hallen die tödlichen Schüsse in unseren Köpfen, noch sind wir vom aufsteigenden Rauch des zerstörten Hubschraubers berauscht. Doch schon bald werden die schrecklichen Bilder der vergangenen Tage in Vergessenheit geraten, sie werden Teil einer Melange an verschwommenen Gefühlen und Details, die sich nicht mehr zuordnen lassen.

Doch bevor dies passiert – bevor der menschenunwürdige Anschlag auf einen harmlosen, pensionierten Couch Potato in einem pakistanischen Vorort zu einer blassen Erinnerung unter vielen schwindet, lassen wir uns aus diesen dramatischen Ereignissen eine Lehre ziehen.

Denn es gibt eine Frage, die wir uns stellen müssen – ja, die sich das gesamte deutsche Volk stellen muss: Warum sind alle Augen in diesem Augenblick auf Amerika gerichtet? Bei uns ist es doch auch schön!

Glauben Sie, wir hätten keine sensationellen Geschichten zu erzählen? Keine atemberaubenden Terroristenanschläge, keine gefährlichen Kill Missions?

Denken wir nur an das Abenteuer …

Deutschland, Deutschland, Komm nach Hause

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Neu auf DeutschCult!

Deutschland, du bist wieder da! Ich freue mich so!

Ach, wie hab ich dich vermisst. Die letzten Wochen hast du so abwesend gewirkt, du warst so ganz und gar nicht du selbst. Ich dachte schon: Wenn das so weitergeht, muss ich raus hier, nur weg. Wirst du jemals wieder zu dem Land werden, in das ich mich verliebt habe?

Doch jetzt bist du wieder da, und ich freue mich einfach.

Der Schreck begann, als Angela Merkel begann, Atomkraftwerke abzuschalten. „Mein Gott!“, dachte ich, als es mir kalt über den Rücken lief, „Deutschland, sag bloß nicht, du würdest so weit gehen, einmal tatsächlich das tun, wovon du sonst immer nur redest! Was ist nur in dich gefahren!?“

Ich sehnte mich nach den guten alten Tagen, als noch Schröder und Fischer an der Macht waren. Damals war klar, dass das Land mit dem angedrohten Atomausstieg niemals ernst machen würde. Vor allem die Grünen würden sich damit ins eigene Bein schießen – vermutlich mit einem sonnenenergie­betriebenen Gewehr. Sollte eine …

Sexwitze und Alarmismusnostalgie in der Distel

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Mein neuer Artikel in der Berliner Morgenpost:

Lieblingsbegriff "Verblödung"

Das Problem mit den Deutschen ist nicht, dass sie keinen Humor haben. Das Problem ist, dass sie zu viel Humor haben. Es gibt niemand, der nicht in der Lage ist, spontan einen Witz über Guido Westerwelle zu reißen.

Jeder, der jemals einen Stammtisch besucht hat, kann eine gesellige Runde zum Schmunzeln bringen, indem er die Kanzlerin Merkel "Angie" nennt und damit seine schnoddrige Respektlosigkeit beweist.

Das hört sich toll an, ist aber nicht, denn es macht Deutschland zu einem besonders schweren Pflaster für politische Kabarettisten: Egal, welche Witze man auf die Bühne bringt, es werden Witze sein, die der Zuschauer schon letzte Woche selber am Stammtisch gebracht hat.

Hochzeitsnacht als One-Night-Stand

Nehmen wir das neue Hochglanz-Programm von der Distel, das vorgestern vor ausverkauftem Haus Premiere hatte: "Blonde Republik Deutschland". Die Distel sowie ihr künstlerischer Leiter…

Warum ich Deutschland liebe Nr. 354 und 366

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Nr. 354: Gebetsmaschine!Geniale Idee. Warum ist mir das nicht eingefallen? Möglicherweise von dem Zelazny-Roman "Lord of Light geklaut, aber man muss so was erst malhttp://www.blogger.com/img/blank.gif bauen. Oder wie der berühmter amerikanischer Spekulant mal gesagt hat, "Build it, and they will pray." Spiegel Artikel hier.

Nr. 356: Food Hotel! Jedes Zimmer eine Abteilung im Supermarkt. Prinzenrollen-Kissen! Wer kommt auf so eine Idee? Jemand, der Lebensmittel liebt! Edeka ist auch dabei. Irgendwo zwischen Fetischismus und Product Placement. Ich würde da schlafen. Bilder auf der Website: Hier das Hotel in Neuwied.

DeutschCult: Ich probe den Rücktritt

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Sehr geehrter Damen und Herren der Culturmag.de-Redaktion,

hiermit möchte ich mit sofortiger Wirkung meinen Rücktritt als „DeutschCult“-Kolumnist einreichen.

Ich bedauere diesen Schritt und entschuldige mich dafür, dass er so überraschend passiert, zumal Sie vermutlich nicht wissen, dass ich auf Ihrer Website überhaupt eine Kolumne veröffentliche. Dennoch möchte ich meine Gründe darlegen.

Sie müssen wissen: Seitdem ich auf der Welt bin, sind sämtliche wichtigen Trends an mir vorbeigezogen.

Ich konnte nicht mal Furzgeräusche mit der Achselhöhle machen, als ich in dem Alter war, in dem gesellschaftliche Akzeptanz von dieser Fähigkeit abhing. Jetzt kann ich es, nur leider kommt es nicht mehr so gut an.

Ich war zu arm, um Yuppie zu sein und zu reich für einen Prekarier. Ich gehöre zu den wenigen Menschen auf der Welt, die an einem FKK-Stand gebeten wurden, sich anzuziehen. Mein Tamagotchi heult den ganzen Tag. In Leggings sehe ich sehr schlecht aus, und Gisele Bündchen hat mir persönlich verbo…

Das neue Buch: Forbetter Your English!

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Mein neues Buch über das schwierige Vorhaben, als Deutsche die schwierige, völlig unlogische, in den ungeeignetesten Momenten widersprüchliche schreckliche englische Sprache zu lernen... ab Mai im Handel!

Chronik einer deutschen Teilhirnschmelze

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DeutschCult: Die neue Kolumne auf CultUrMag.de:

Diese Woche: Chronik einer deutschen Teilhirnschmelze

Freitag: Das viertstärkste Erdbeben der dokumentierten Geschichte und der damit zusammenhängende Tsunami zerstören große Teile von Japan und reißen möglicherweise über zehntausend Menschen in den Tod.

Freitag: Umweltminister Röttgen (CDU) versucht, mit heiteren Worten die Deutschen vom tragischen Leiden der Japaner abzulenken, indem er verkündet, worum es hier wirklich geht: Die AKWs in Deutschland seien sicher. Allein im März finden Landtags- und andere -wahlen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, später auch in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Berlin statt. Der Wahlkampf ist eröffnet. Überall in Deutschland neigen Politiker den Kopf und danken still und heimlich den Japanern: Euer Opfer soll nicht umsonst gewesen sein.

Gott sei Dank hat Röttgen auf die Tragödie in dem weit entfernten Land aufmerksam gemacht, jetzt können sich auch die Protestpartien SPD und di…