Sexwitze und Alarmismusnostalgie in der Distel


Mein neuer Artikel in der Berliner Morgenpost:

Lieblingsbegriff "Verblödung"

Das Problem mit den Deutschen ist nicht, dass sie keinen Humor haben. Das Problem ist, dass sie zu viel Humor haben. Es gibt niemand, der nicht in der Lage ist, spontan einen Witz über Guido Westerwelle zu reißen.

Jeder, der jemals einen Stammtisch besucht hat, kann eine gesellige Runde zum Schmunzeln bringen, indem er die Kanzlerin Merkel "Angie" nennt und damit seine schnoddrige Respektlosigkeit beweist.

Das hört sich toll an, ist aber nicht, denn es macht Deutschland zu einem besonders schweren Pflaster für politische Kabarettisten: Egal, welche Witze man auf die Bühne bringt, es werden Witze sein, die der Zuschauer schon letzte Woche selber am Stammtisch gebracht hat.

Hochzeitsnacht als One-Night-Stand

Nehmen wir das neue Hochglanz-Programm von der Distel, das vorgestern vor ausverkauftem Haus Premiere hatte: "Blonde Republik Deutschland". Die Distel sowie ihr künstlerischer Leiter Martin Maier-Bode, der auch beim neuen Stück als Autor und Regisseur fungiert hat, gehören zum Besten, was politisches Kabarett in Deutschland zu bieten hat. So ist es Ehrensache, dass er nicht einfach lauter alte Blondinnenwitze aus den 90ern ausgräbt und basta - nein, er verpackt sie in Form ...

Mehr hier

Comments