Tuesday, August 21, 2012

Amerika hat den grössten Sozialstaat der Welt

"Für mich seid ihr Amis alle miteinander verrückt", beschloss ein guter Freund neulich im Biergarten. "Ihr habt keine Krankenkasse und kein Rentensystem und überhaupt keinen Sozialstaat – und nun wollt ihr auch noch Medicare und Medicaid abschaffen!" Er nahm noch einen Schluck und dachte kurz nach. "Moment mal", sagte er, etwas verwirrt: "Wie könnt ihr etwas abbauen, das ihr nicht habt?"

In Wahrheit hat Amerika – jedenfalls in absoluten Zahlen – den größten und teuersten Sozialstaat der Welt. Das wissen nicht einmal die meisten Amerikaner. Jedes Jahr gibt der Staat rund 2,2 Billionen Dollar für soziale Leistungen aus, von Social Security (Rente und Arbeitslosenversicherung) über subventionierte Krankenkassen bis hin zum Bildungssystem.

60 Prozent des US-Gesamthaushalts fließen in den Sozialstaat. Zum Vergleich: Das Militär bekommt läppische 24 Prozent. ...

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Wednesday, August 15, 2012

Ist Angela Merkel in Wirklichkeit Paul Ryan?

Wer Angela Merkel mag, müsste die amerikanische Tea Party eigentlich lieben.

Nein, nicht weil Merkel so sexy-doof ist wie die politisch engagierten Tea-Party-Damen Sarah Palin und Michele Bachmann, sondern weil Merkels Europa-Politik erstaunlich dicht an den politischen Ideen des neuen Tea-Party-nahen Vizepräsidentenkandidaten Paul D. Ryan ist.

Als der Republikaner Mitt Romney den Kongressabgeordneten Ryan zu seinem Vize in spe ernannte, gab er damit der schon in der Versenkung verschwundenen Tea Party wieder eine Plattform und – sollte Romney die Wahl im November gewinnen – potenziell auch Zugang zum Weißen Haus. Denn keiner verkörpert die Vision der Tea Party besser als Ryan.

Davon ganz zu schweigen, dass er vermutlich intelligenter ist als Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Romney zusammen und sich auf jeden Fall in der Wirtschaft besser auskennt.

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Wednesday, August 08, 2012

Warum ich Deutschland liebe

Lieber Leser,

tun Sie mir mal einen Gefallen? Sollten wir uns jemals begegnen und Sie fragen mich, wo ich herkomme, und ich sage, aus Hawaii natürlich, woher sonst, stellen Sie mir nicht diese eine Frage, die Ihnen auf der Zunge brennt: „Wie kann einer aus Hawaii nach Deutschland kommen?“

Als ich damals diese Entscheidung traf, dachte ich nie, ich würde mich in Deutschland dafür rechtfertigen müssen. Naiv wie ich war, stellte ich mir vor, die Deutschen hätten ein gesundes Selbstbewusstsein und würden es für selbstverständlich halten, dass jeder aus Hawaii nur so danach lechzt, in Deutschland leben zu dürfen. Doch seit fast 30 Jahren bekomme ich nun diese Frage zu hören und seit fast 30 Jahren suche ich eine geeignete Antwort.

Statt einer Antwort stelle ich Ihnen hier zwei Tage aus meinem Leben vor ...

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In den USA kann jeder Killer Präsident werden

Wir Amerikaner sagen: "Bei uns kann jeder Präsident werden." Damit unterscheiden wir uns ganz wesentlich von den Deutschen. Es ist nicht so, dass das auf Deutschland nicht zutrifft, im Gegenteil. Der Unterschied ist, dass kein Deutscher es zugeben mag.

Warum? Ich habe da so eine Theorie. Aber zuerst einmal: Stimmt der Spruch überhaupt für Amerika? Gibt es zum Beispiel Minderheiten, die noch nie US-Präsident geworden sind?

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Saturday, August 04, 2012

Hätten die Deutschen mit Hilfe der Juden den Krieg gewonnen?

In "Deutschland-Quiz" schrieb ich, dass die Nazis die Atombombe deshalb nicht erfunden hatten, weil sie nicht abstrakt denken konnten (und wollten), während die Juden das wohl taten, und zwar aus kulturellen Gründen... Die Recherche zur Essay "Hätten die Deutschen mit Hilfe der Juden den Krieg gewonnen?" hat alles geändert, was ich über Nazis und Juden dachte.

Jetzt erklärt ein neues Buch den Unterschied zwischen den Mentalitäten eingehender. Meiner Meinung nach können die Deutschen und alle anderen auch - ja, auch wir Amis - immer noch von der jüdischen Kultur und Mentalität eine Menge lernen.

Best quote: “The heart of the Talmudic view is that there is an absolute truth, but this truth is not directly and completely available to us. It turns out that exactly the same style of thinking occurs in the relativity theory and in some of Einstein’s other research.”

Hier die Kritik in New York Times.