In den USA kann jeder Killer Präsident werden

Wir Amerikaner sagen: "Bei uns kann jeder Präsident werden." Damit unterscheiden wir uns ganz wesentlich von den Deutschen. Es ist nicht so, dass das auf Deutschland nicht zutrifft, im Gegenteil. Der Unterschied ist, dass kein Deutscher es zugeben mag.

Warum? Ich habe da so eine Theorie. Aber zuerst einmal: Stimmt der Spruch überhaupt für Amerika? Gibt es zum Beispiel Minderheiten, die noch nie US-Präsident geworden sind?

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Comments

Anonymous said…
Hallo!

"Denn wenn wirklich jeder Bundeskanzler werden kann, dann müssen wir uns möglicherweise auch von einem Kriminellen, einem Wahnsinnigen, einem hirnlosen Promi..." regieren lassen.

Hatten wir das nicht schon mal?

"Warum nur? Meine Vermutung: Es jagt den Deutschen Angst ein."

Das wäre natürlich die logische Schlussfolgerung aus meiner ersten Anmerkung. Wenn man geschichtlich denkt dann waren die USA immer unheimlich fortschrittlich. Dort konnte ein Tellerwäscher Millionär werden als hierzulande der Bauer noch an seine Scholle gebunden war. Dort konnte jeder Präsident werden als in Europa Prinzen noch Sätze sagten wie "Gegen Demokraten helfen nur Soldaten!". In der Gegenwart aber sind die USA ein ziemlich konservatives Land. Die Präsidentschaftskandidaten haben keine Chance ohne Millionen an Dollar von Seiten der Reichen. "Jeder" kann in den USA heute nur Präsident werden wenn dieser "Jeder" viele hundert Millionen Dollar an Spenden einsammeln kann.
Desweiteren behindert das Wahlrecht der USA kleinere Parteien. Wenn in Deutschland ein paar Hanseln eine bestimmte Meinung haben, dann können sie eine Partei gründen. Das geht in den USA genauso. In Deutschland aber haben sie eine relativ größere Chance Veränderungen zu erreichen als in den USA. Die Tea Party in den USA zum Bsp.: in Dtl. hätten die Jungs und Mädels schon längst eine eigene Partei gegründet und den Laden aufgemischt. In den USA können sie sich das nicht leisten. Die lachenden Dritten wären die Demokraten. Nicht das ich das bedauern würde...! Aber es zeigt doch dass Veränderungen in den USA heute schwerer durchzusetzen sind als in Deutschland. Die Piraten zum Bsp. sind einfach mal so in ein Landesparlament eingezogen.
Aus diesem Wahlsystem könnte man auch die Schlussfolgerung ziehen dass die Amerikaner eine große Angst vor Veränderung haben. Solange Demokratie nur ein großes Spektakel ist finden es die meisten Amerikaner toll. Aber wirkliche Veränderung wollen sie dann lieber doch nicht. Damit verkommt Demokratie zu einer Fassade!

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