Wednesday, October 24, 2012

Sind die Demokraten die wahren Bösen und die Republikaner die wahren Guten?

Es gibt einen Grund dafür, dass ich mir die Republikaner lobe und die Demokraten kritisiere. Obwohl ich die Demokraten wähle. Dieses Paradox hat etwas damit zu tun, dass die Republikaner in der Öffentlichkeit missverstanden werden – und die Demokraten auch.

Die beiden Partien waren nicht immer so, wie sie heute sind. Im 19. Jahrhundert waren die Demokraten die Partei des Ku Klux Klan und die Republikaner diejenigen, die sich erfolgreich gegen die Sklaverei gestellt hatten (die Partei wurde von Abraham Lincoln mitbegründet).

Ich weiß auch nicht, wie sie es gedreht haben, aber heute sind die Demokraten die "Guten" und die Republikaner die "Bösen". Zumindest behaupten sie das. In Wahrheit hat diese moralische Unterscheidung mehr mit Wahlkampf zu tun als mit Politik selbst.


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1 comment:

Anonymous said...

Ich denke das war ein recht aufschlussreicher Artikel. Ich bedanke mich dafür.
Wäre es aber nicht vielleicht einfach klüger das Wahlsystem in den USA zu ändern? Hin zu einem Mehrparteiensystem wie es in den meisten europäischen Ländern existiert? Würde das die Polarisierung die in den USA ein großes Problem zu sein scheint, nicht viel effektiver beseitigen?
Das Problem sind doch nicht nur die Parteien sondern vor allem auch die Interessen die im Hintergrund mit entsprechenden Wahlspenden aktiv werden. Das erinnert schon ein wenig an das preußische System mit dem Zensuswahlrecht. Dort hatte ein Vermögender mehr Einfluss als ein Habenichts. In den USA spendet der einfache Bürger heute 5 oder 50 Dollar. Der Las-Vegas Milliardär dagegen 100 Mio. Dollar. Wessen Stimme zählt da wohl mehr?
Ich denke ein Wahlrecht, dass ein Mehrparteiensystem ermöglicht würde eine breitere Debatte und eine geringere Polarisierung möglich machen. Die Polarisierung in Dtl. ist bei weitem nicht so stark wie in Amerika. Das würde dann womöglich dazu führen dass alle Parteien realistischere Vorschläge zur Problembewältigung unterbreiten müssten. In einem Zwei-Parteien System hingegen halte ich Schuldzuweisungen für schwierig. Ihr gutgemeinter Ratschlag klingt ähnlich verzweifelt wie die Aussage von Obama 2008. Im Falle seiner Wahl werde er den Graben in Washington überwinden. Naja, wir sehen ja was er erreicht hat...!