Warum ich ein Patriot bin

Als vor vier Jahren der erste schwarze Mann als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde, war ich wie betäubt. An diesem Abend lief ich mit meiner Freundin durch die Straßen von Berlin, und alle, die sich begegneten, ob schwarz oder weiß, lächelten sich an. Mir schien, es wären die Straßen einer neuen Welt. Wir sprachen nicht, wie üblich, über die aktuellen Filme, die Familie oder das jüngste Fettnäpfchen der FDP, sondern über etwas Größeres: über Demokratie. Was ist das? Wie weit kann sie gehen?

War Barack Obama ein Wunder, oder war er eigentlich nur das, was Demokratie jeden Tag vollbringt, ohne dass wir es merken? Wir unterstellen dem Diktat der Masse meist populistische Ergebnisse – wie also konnte so etwas passieren? Dass ein schwarzer Mann ins Weiße Haus kam, dass die Amerikaner ihn gerade in einer Phase des extremen Konservatismus gewählt hatten – das war wirklich wie ein Wunder. Es war der Beweis, dass es möglich ist, etwas zu bewegen.


Mehr auf Zeit Online...

Comments

Popular posts from this blog

DIE WACHABLÖSUNG

Absacker

NDR's "Hansen in der Hanse" Teil 5: Bremen