Deutschland leidet unter das "Ich-bin-hier-nur-Zuschauer"-Syndrom

In diesen Tagen dreht sich die politische Diskussion in Amerika immer mehr um den Bürgerkrieg in Syrien.

Es gibt ein amerikanisches Phänomen, das ich seit meiner Jugend immer wieder beobachtet habe: Zuerst erscheinen Presseberichte über Greueltaten in irgendeinem Konflikt in irgendeinem fernen Land. Dann wollen die ersten wissen: Warum tut niemand etwas? Und das ist keine scheinheilige Frage. Wir leiden mit und wissen: Amerika ist in der Lage, etwas zu tun – also ist es nur logisch, dass es etwas tun muss.

Als nächstes nimmt die Regierung dazu Stellung. Der Präsident gibt bekannt, dass man sich Sorgen macht. Zum Beispiel, weil möglicherweise Giftgas eingesetzt wurde. Hoppla! Langsam wird’s ernst. Hastig erheben sich die Stimmen der Vernunft: Denkt daran, wie es das letzte Mal ausging, als wir eingegriffen haben. Wir können nicht überall Probleme lösen. ...

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Comments

Anonymous said…
"Diese Mentalität stammt noch aus der Zeit, als Deutschland von den Alliierten besetzt war. Das Land hatte wenig zu melden, und es gewöhnte sich daran, passiv in der Ecke zu sitzen und das vorbeirauschende Weltgeschehen altklug zu kommentieren – statt selbst zu handeln."

Diese Mentalität hat eher etwas zu tun mit dem WK 1 und dem WK 2. Schauen Sie sich mal ein Foto von 9/11 an. Und dann schauen Sie sich ein Foto an von Berlin, München, Dresden oder Hamburg von 1945. Amerika war nach 9/11 traumatisiert? Wie niedlich! Richtig süß!

"Deutschland hat nichts gemacht, außer die moralische Hoheit für sich zu reklamieren und sich dahinter zu verschanzen. Nein sagen, das geht. Zu der Haltung "Ich hab's doch gesagt, dass es schiefgeht" sind die Deutschen in der Lage. Aber etwas zur Lösung beitragen? So weit kommt's noch."

Tja, wir sind da wohl ein wenig gespalten. Heute sind wir die größten Demokraten. Dazu musste man unsere Städte in Ruinen verwandeln, unser Land teilen und für unmündig erklären.
Heute wirft man uns vor kein Selbstbewusstsein mehr zu besitzen und nicht mit Begeisterung für die in den Krieg zu ziehen die einstmals unsere Städte in Schutt und Asche gelegt haben.
Lustig!

"Aber seit den Neunzigern ist die Besatzung endgültig vorbei, und Deutschland hat seit der Euro-Krise plötzlich die wichtigste Führungsrolle in der EU aufgebrummt bekommen. Vom Befehlsempfänger zur führenden Kraft in 30 Jahren – das nenne ich eine Karriere. Doch was machen die Deutschen? Nehmen sie die neue Rolle an?"

Die Deutschen versuchen nicht genauso blöd zu sein wie zu Zeiten von Willhelm dem Zwoten. Man hat manchmal das Gefühl sie versuchen die Deutschen richtig reinzureiten. Deutschland soll eine Führungsrolle übernehmen? Fragen Sie mal Frankreich oder Italien oder GB (Gott möge Ihrer Seele gnädig sein!).
Aber hören Sie auf Unsinn zu erzählen!

"Die Verweigerungshaltung ist nicht nur passiv: Der einzige wirklich starke Kommentar zur neuen Rolle Deutschlands ist die Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland. Ihre Lösung? Euro abschaffen, Rückzug aus den modernen Verhältnissen, wieder bei Mama und Papa einziehen! Der Deutsche kann aktiv werden, aber dann am liebsten im Rückschritt."

Aha! Kennen Sie den Front National, Syriza, die Bewegung der fünf Sterne oder gar die UK Independence Party?
Dagegen ist die AfD wohl ein feuchter Dünnschiss!
Aber Frankreich oder das UK hätten kaum Probleme damit Syrien in Grund und Boden zu bomben!
Amerikanische Zuwanderer sind genauso dämlich wie muslimische Zuwanderer.
Für die einen kann man nicht Bomben genug werfen und für die anderen soll man vor Schuldgefühlen Selbstmord begehen.
Sie haben mit einem Recht: wir sind kein besetztes Land mehr. Wir bomben nicht weil andere Länder das möchten. Und wir kuschen nicht wiel andere Länder das möchten!
Essen Sie einen Döner!

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