Tuesday, October 01, 2013

Warum der Shutdown gut ist...

Ich erinnere mich noch gut an das erste Mal, als ich einen government shutdown erlebte. Es war 1976, und ich fragte meinen Vater, was das denn eigentlich bedeutet: "Shutdown? Die ganze Regierung macht zu? Das Weiße Haus dicht? Die Polizei geht nach Hause? Herrscht hier gleich Anarchie?"

Ich war gerade in einer Science-Fiction-Phase und stellte mir vor, wie ich in zerrissenen Klamotten, mit Baseballschläger und Heugabel in der Hand mit meinen Kumpels durch die brennenden Straßen zog und mir mit den anderen Endzeit-Schlachten lieferte.

Mein Vater lachte, hieß mich in der bunten, aufregenden Welt der amerikanischen Politik willkommen und erklärte, was ein Shutdown ist..

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1 comment:

Roland Muetzel said...

Hallo,

"Das ist gemein, das ist unter der Gürtellinie, das ist unverantwortlich… aber mein Gott, ist das leidenschaftliche Opposition."

Und wie nennen Sie das was gerade in Syrien stattfindet oder in Ägypten? Ist das nicht auch "leidenschaftliche Opposition"? Man richtet lieber das eigene Land zugrunde anstatt einfach zu akzeptieren, dass man verloren hat? Manchmal benimmt sich das mächtigste und wohlhabendste Land der Welt schlicht wie eine Bananenrepublik!

"Die Republikaner, mitsamt ihrem nach wie vor populären Tea-Party-Flügel, wurden ja von ihren Wählern mit dem ausdrücklichen Wunsch nach Washington geschickt, Obamacare rückgängig zu machen. Genau diesem Auftrag kommen sie jetzt nach."

Wo wurde denn die Tea Party "ausdrücklich" nach Washington geschickt?
Wer hat denn die Republikaner ausdrücklich wegen der Tea Party gewählt? Das weiß kein Mensch!
Eben weil es nur ein Zwei-Parteien System gibt. Alle Umfragen belegen, dass die Menschen angewidert sind
vom Gebaren der Parteien in der Hauptstadt. 10 Prozent der Amerikaner
finden die Abgeordneten sympathisch. 11 Prozent finden den Kommunismus sympathisch!

"Nehmen wir an, vor rund zehn Jahren hätten die Demokraten sich geweigert, den Haushalt zu verabschieden, bis George W. Bush seine Steuergeschenke an die Reichen zurücknimmt oder Guantanamo auflöst oder gar den Irak-Krieg beendet. Wäre das auch Erpressung, oder wären die Erpresser gar Helden gewesen?"

Sorry! Aber das ist doch unterirdisch!
Wie hätten denn die Demokraten jemals gegen den Krieg gegen den Terror oder gegen den Krieg in Irak sein können?
Kennen Sie den Spruch: "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!". Oder kennen Sie das Geschwätz von den "vaterlandslosen Gesellen"? Oder gar die Dolchstoßlegende?
Wie hätten die Demokraten also nach 9/11 jemals einen Shutdown hinlegen können?
Bismarck (der die Krankenversicherung nur aus Furcht durchsetzte) war der Kanzler aus Blut und Eisen. Die Sozis waren die Weicheier, die "vaterlandslosen Gesellen". Das gleiche Theater findet heute in Washington statt.
Man kann nur hoffen, dass sich die Pickelhauben mit ihren Träumen vom Platz an der Sonne nicht durchsetzen werden!
MfG!