Hoppla! Gedächtnislücke und Korrektur!

Die Bildblog.de hat mich zurecht darauf hingewiesen, dass ein Satz in meiner Kolumne von Sonntag, in der ich die Kritik der Bild Zeitung kritisiere, nicht stimmte: Ich hatte aus dem Gedächtnis eine Überschrift der 90er (wohlwollend) wiedergegeben, die es gar nicht gab. Ich war fahrlässig, es nicht vorher zu überprüfen, und jetzt ist es mir ziemlich peinlich.

Trotzdem ändert dies nichts an meiner Aussage, wie ich im offenen Brief an Herrn Niggermeier schrieb (auf seiner Facebook-Seite), den ich hier wiedergebe:

Lieber Herr Niggermeier!

Jetzt ist mir das peinlich! Mein Gedächtnis hat mich da offenbar getäuscht. Den Absatz ziehe ich auch gern zurück.

Allerdings ändert das nichts an meiner Aussage: Der übertriebene Bild-Hass der deutschen Linken hat etwas angenehm Irrationales an sich.

Ich weiß noch, dass ich auch ein paar Jahre lang empört war, als Fox News ins Leben gerufen wurde. Dann dachte ich mir: Es gibt auch wichtigeres im Leben, als sich über eine Dummheit aufzuregen, vor allem auch deswegen, weil es so leicht ist. Seitdem gönne ich den Konservativen eine eigenes Organ – die Linken haben ja gleich mehrere.

Nun gibt es die Bild ein paar Jahre länger als Fox News, doch die Aufregung darüber ist immer noch ein zentrales Thema bei vielen Linken. Zu zentral. Wie Shakespeare sagte, „Die Dame, wie mich dünkt, protestiert zu viel.“ Der Bild-Hass scheint mir ein Ersatz für eigenes Denken zu sein: Mit einer einfachen Allerwelts-Beschimpfung kann man sich als Linker, Gebildeter, sogar Intellektueller ausgeben, ohne tatsächlich etwas Linkes, Gebildetes oder Intellektuelles zu sagen oder zu tun. Das ist mir zu billig, und ich erwarte mehr von den Deutschen.

Auf jedem Fall bedanke ich mich für Ihre wie immer sehr gute Recherche (auch wenns mir peinlich ist, habe ich es verdient) und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg – Aloha, ETH

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