Friday, July 03, 2015

Hula Ink: Micropublisher officially launched!

Hula Ink! 

All my life as a writer I have lived with a dilemma. I believe most writers do.

On the one hand, I want to reach an audience. For this, I need to write something that a publisher can make money on, at least enough money to justify the investment in printing, distributions, all that. That is the only kind of book that can ever reach a large audience, and that is what a writer writes for - to be read.

On the other hand, there are things I just plain like to write that I know will never justify publishing. Short stories, for example, or essays, or experimental fiction that is just too weird for a mainstream audience.

Most writers, when they want to write something far from the mainstream, look for small journals to publish it, or they publish short essays in magazines. Others just write it because they love writing it and never show it to anyone. It sits in their desks and when they die their grandchildren take a look at it and say, "Huh, weird, I didn't know he wrote this stuff", and that's the end of it.

That can never replace the joy and urgency of writing for a broad audience - writing to be read. I am proud of the books I write for a broad audience and that audience is the most important thing in my life just after my girlfriend and my cat. (Actually, it's her cat. You see how she did that?). I love my readers and the books I write for them and I need that more than anything else.

But there are still other ideas, statements, characters and arguments that just don't go away. Once they get inside my head, I have to write them down. So once in a while I end up writing something that will only interest a handful of readers. Until now I would have had to file it away in a desk drawer somewhere and forget about it.

E-publishing changed all that. For the first time, it's possible for a writer to write the kind of texts he wants to and sell them online without the expensive apparatus of a traditional publisher. And if only three people read it, that's fine - that's why he wrote it, for these three people.

I founded Hula Ink to take advantage of that innovation in the marketplace.

With Hula Ink. I will publish works that print publishers cannot touch, mainly for a limited audience: short stories, but also longer texts that are too weird for the printed form, fiction and non-fiction, in English and German (I am an American ex-pat living in Berlin and I write in both languages). I will also re-publish my printed books here that are currently out-of-print, so fans can get them as e-books.

I will also publish similar works by a handful of friends: Ernie Poodle, who only write weird stuff that he never even tried to publish in his lifetime; Keiki Kailua, whose youth novel "The Boy With Green Hair" is too very personal and too sad for a mainstream publisher (I am trying to get her to write down her Hawaiian god stories as well); and dark crime and thriller stories by Astrid Ule and myself.

Hula Ink is a very personal publisher. I will publish what I like. It will be a mixed bag. There is no pressure to succeed, to make money, to get good reviews, to be successful in any way. It's just stuff I like from a handful of friends I like.

Go to our Web site here! 

I hope you like it!

- Eric T. Hansen

Thursday, July 02, 2015

Die Verantwortung liegt bei den Deutschen

In einer anderen Post, aber auch in der Presse und in manchen Kommentaren, lese ich eine Menge Ausreden, was die Deutschen und Griechenland angeht. Viele Deutsche rechtfertigen das Inkompetenz ihrer Regierung in der Europapolitik mit der Ausrede, dass die Griechen unverschämt sind oder nicht mit Geld umgehen können oder schon zu viele Chance gehabt haben. Das ist alles richtig – es spricht aber Deutschland nicht frei von seiner Verantwortung, Europa aus der Scheiße zu heben.
Weitere Ausreden höre ich, seitdem die Krise begonnen hat:
Die Europäer denken in Nationalstaaten, sie können in einer Föderation gar nicht denken, niemand hätte gedacht, dass es so schlimm um Griechenland jemals stehen könnte, und überhaupt, wir sprechen alle verschiedene Sprachen, unter diesen Umständen geht eine Union eigentlich gar nicht.
Das sind nur Ausreden.
Dass die Europäer nur in Nationalstaaten denken können, weil sie wohl zu dumm sind, um zu abstrahieren, ist ebenso an den Haaren herbeigezogen. Seitdem ich in Deutschland bin, höre ich nur von der überlegenen „europäischen“ Kultur, von der „europäischen“ Geschichte und Aufklärung; wenn ein Deutsche sich für sein Land schämt, sagt er, Ich fühle mich nicht als Deutscher, sondern eher als Europäer; und natürlich sind die Deutschen mehr als fähig, die Vorteile einer Währungsunion auszunutzen: Da sagt kein Daimlermanager, „Aber es gibt dieses Sprachproblem, und die Mentalität ist einfach so anders, wie soll ich mein Auto einem Rumänien denn verkaufen, wir haben nichts gemeinsam!
Wenn eine Föderation gut geht und profitabel ist, gibt es keine Mentalitäts- oder Sprachschwierigkeiten – das kommt nur, wenn Schwierigkeiten auftauchen, dann ist jeder plötzlich hilflos, vor allem die Deutschen, sie sonst die Weisheit und Menschensgüte mit Löffeln gefressen haben.
Ich weiß nicht, was die Lösung ist, und ich bin wohl der Meinung, dass die Griechen mehr als nur einen kleinen Teil der Schuld tragen an ihrer und an Europas Misere. Ich bin auch nicht überzeugt, dass die Tea-Party-ähnliche Merkelsche Sparpolitik ganz falsch ist – das wird sich erst herausstellen. Und das Spiel ist noch lange nicht vorbei –erst, als die Spieler behaupten, das spiel ist vorbei, fängt es erst richtig an.
Aber die Verantwortung in einer Föderation liegt klar bei der Mehrheit – also bei den anderen Ländern und bei der föderalen Regierung, die in diesem Fall faktisch aus Brüssel/Berlin besteht. Doch doch, die EU ist schon jetzt eine Föderation und hat faktisch eine föderale Regierung. Egal, wie viel Schuld Griechenland trägt und wie korrupt und unfähig die griechische Regierung ist, liegt die Verantwortung für Europa und die Verantwortung, Europa zusammen zu halten und aus der Krise zu bringen, bei Brüssel/Berlin.
Wenn ein Kind in Schwierigkeiten steckt, ist es egal, wie dumm er war, die Eltern haben die Verantwortung, ihn raus zu holen und ihn zu erziehen. Egal was passiert, die Geschichte wird die Schuld für das Scheitern Europas nicht in die Schuhe der Griechen legen, dafür ist Griechenland zu klein und Europa zu groß; sie wird die Schuld in den Schoss von Brüssel und Berlin legen. Und je mehr sich die Deutschen das ausreden, desto mehr Schuld an das Scheitern Europas werden sie tragen.